Warum ich nichts von Neujahrsvorsätzen halte – und trotzdem mit Klarheit ins Jahr starte
- atelier26caspar

- 30. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Der Jahresanfang bringt jedes Jahr
dieselben Fragen mit sich:
Was will ich ändern?
Was muss besser werden?
Was nehme ich mir vor?
Für viele Menschen fühlt sich dieser Moment allerdings weniger nach Aufbruch an als nach Druck. Zu viel auf einmal, zu viele Erwartungen, zu viele Vorsätze, die bereits nach wenigen Wochen wieder stillschweigend verschwinden.
Ich habe gemerkt, dass dieses geballte „Jetzt aber!“ mir nicht entspricht und auch vielen der Menschen nicht, mit denen ich arbeite.
Vorsätze erzeugen oft Tempo, aber keine Tiefe
Neujahrsvorsätze setzen meist auf Geschwindigkeit: schneller klar werden, schneller verändern, schneller ankommen. Doch innere Prozesse, ob kreativ, persönlich oder beruflich folgen selten einem Kalenderdatum, sondern brauchen ihre eigene Zeit.
Gerade wenn wir sensibel wahrnehmen, viel reflektieren oder künstlerisch arbeiten, entsteht Klarheit nicht durch Beschlüsse, sondern durch Erfahrung, durch Wiederholung und durch Pausen. Durch das, was sich zeigt, wenn man nicht sofort festlegt, wo es hingehen soll.
Mein Gegenentwurf: Wahrnehmen vor Entscheiden
Statt mir zu Jahresbeginn Ziele zu setzen, arbeite ich lieber mit offenen Fragen:

Was ist gerade da?
Was drängt sich auf?
Wo braucht es Ordnung?
Wo darf etwas unfertig bleiben?
In meiner künstlerischen Arbeit bedeutet das, dass ich eine Vielzahl an Materialien ausprobiere, vielleicht alles wieder verwerfe und neu zusammensetze. Auch unerwartete Linien kann man stehen lassen sowie Leerstellen aushalten. Prozesse ernstzunehmen, bevor sie ein Ergebnis werden, prägt nicht nur meine Kunst, sondern auch meine Arbeit mit Menschen im Coaching und in künstlerischen Projekten.
Kreative Prozesse als Erfahrungsräume
In meinen Workshops und Kursen geht es nicht darum, etwas „zu erreichen“ oder zu optimieren. Es geht darum, über das gestalterische Arbeiten Zugang zu sich selbst zu finden: über Material, Form, Rhythmus und Präsenz.
Viele Teilnehmende kommen mit dem Wunsch nach Orientierung und nach einem Raum, in dem sie wahrnehmen dürfen, was sie wirklich beschäftigt. Kreatives Arbeiten bietet einen langsamen, ehrlichen Zugang, der nicht bewertet, sondern sichtbar macht.

Jahresanfang darf leise sein
Vielleicht muss ein neues Jahr nicht laut beginnen. Vielleicht reicht es, aufmerksam zu starten. Mit Neugier anstatt Forderungen und mit Prozessen anstatt Plänen.
Meine Angebote im Atelier, in Workshops und Kursen verstehen sich genau so: als Räume für Wahrnehmung, Selbstausdruck und Akzeptanz. Ohne Druck und ohne Zielvorgaben bekommst du bei mir die Zeit, die du brauchst.
Wenn du dieses Jahr nicht schneller, sondern stimmiger beginnen möchtest, findest du meine aktuellen Workshop- und Kursangebote auf meiner Website. Schau doch mal wieder vorbei.








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