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Wahrnehmung

Der Wahrnehmungszyklus ist ein künstlerisches Forschungsprojekt über das Erleben. Neun teils großformatige Arbeiten widmen sich zentralen Formen der Wahrnehmung (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Selbstwahrnehmung, Intuition, Symbiose, Vergessen und Atem) und übersetzen sie in eine eigenständige visuelle Sprache.Die Bilder entstehen aus körperlichen Impulsen, inneren Resonanzen und der Spannung zwischen Kontrolle und Loslassen. Farbflächen, Linien und schriftliche Fragmente wirken wie Schichten einer inneren Bewegung: mal präzise gesetzt, mal impulsiv, mal suchend. Wahrnehmung zeigt sich hier nicht als Abbild, sondern als Prozess, der sich stetig neu ordnet.Der Zyklus lädt ein, selbst mitzuschwingen: mit einer Farbe, einer Erinnerung, einer Geste, einem Geruch, einem Geräusch oder einem Echo im eigenen Körper. Er versteht Wahrnehmung als Beziehung zwischen Innen und Außen, zwischen Menschen, zwischen dem Sichtbaren und dem Nicht-Ganz-Benennbaren.So wird diese Ausstellung zu einer Einladung, präsent zu werden: sehen Sie, hören Sie, spüren Sie und entdecken Sie sich selbst.

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#WZ 8

RIECHEN

Elisabeth Caspar
Atelier26, Andernach

Werkdaten
Titel: Riechen
Entstehung: 12.2025
Technik: Acryl, Kohle, Marker und Ölstick auf Leinwand
Format: 60x80, gerahmt in schwarzer Schattenfuge
Werknummer: #WZ 8

1190 EUR

„Riechen“ verwandelt die Turnhalle in einen inneren Wahrnehmungsraum: Licht, Staub, Kreide und Erinnerung überlagern sich zu einer fragmentierten Atmosphäre. Der schemenhafte Körper im Vordergrund verortet das Bild subjektiv als Echo eines Moments, der mehr gefühlt als gesehen wird.

„Riechen“ führt in eine Turnhalle, die weniger architektonischer Raum als Erinnerungsraum ist. Weiche Schleier aus Weiß, gebrochene Linien und der abstrahierte Körper im Vordergrund erzeugen eine Atmosphäre von Kreidestaub, Licht und Bewegung als Mischung aus Geruch, Klang und körperlichem Nach-hall. Der Blick öffnet sich in eine Halle, die zugleich konkret und entrückt wirkt, als würde sie aus der eigenen Biografie auftauchen.

Die Ringe an der Decke, der Kasten und die Bodenlinien erscheinen reduziert auf Zeichen, die Wahrnehmung sichtbar machen. Der figurative Umriss ist keine Person, sondern eine Spur von Präsenz: eine Erinnerung daran, wie ein Raum riecht, schon bevor man ihn betritt.


© 2025 by Atelier26.

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